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Aalspießchen zu Sankt Vinzenz
Italien, 15. Jhd.
- 1 oder 2 Aale von insg. 1½kg
- 1 Zweig Rosmarin
- 50-100ml Essig
- 20 frische Lorbeerblätter
- 2 EL Öl
- Salz
- 4 Orangen
- Kardamom
- 3 Zitronen
- Ingwer
- ½ Granatapfel
- Gewürzmischung: jeweils ¼ TL: Pfeffer, Nelken, Zimt, Ingwer (alles gemahlen)
- Aal vom Fischhändler ausnehmen, sorgfältig säubern und in Stücke schneiden lassen
- Die Aalstücke auf Spießchen stecken, dazwischen Lorbeerblätter
- Eine Mischung aus Essig, Öl und der Gewürzmischung vorbereiten und in ein Gefäß gießen, in das man den Rosmarinzweig taucht
- Die Spießchen in etwas Entfernung von der Glut rösten und häufig mit der obigen Mischung mit Hilfe des Rosmarinzweigs überträufeln
- Das Garen gut überwachen, damit der Aal nicht zerfällt.
- Wenn der Aal gar ist, die Stücke in einem tiefen Teller verteilen und den Saft der Orangen, Zitronen und des halben Granatapfels darübergießen, mit ¼ TL gemahlenem Ingwer und Kardamom überstreuen
Zuerst entfernten sie die Haut des Aals mit kochendem Wasser und nahmen ihn aus, schnitten Schwanz und Kopf ab und wuschen ihn dann sechs Mal in Wasser. Dann machten sie Stücke von weniger als anderthalb Handbreit, steckten sie mit Lorbeerblätter zwischen den Stücken auf einen Spieß, weil sie nicht zusammenkleben sollten. So ließen sie die Stücke bei mäßiger Hitze braten. Sie hatten zuvor Salz und Essig und einen kleinen Tropfen Öl in ein Gefäß getan, dazu vier Gewürze, nämlich Pfeffer, Gewürze, Nelken und feinen Zimt, von jedem die Hälfte einer Unze. Und mit einem Zweig Rosmarin salbten sie unablässig den Aal mit diesem Ingwerwasser. Und als er recht gar und von Gräten abgelöst war, legten sie ihn in ein Gefäß mit Gelee und verteilten darin die Stücke. Dann preßten sie darüber sechs Granatäpfel und gut zwanzig Orangen aus und überstreuten reichlich mit feinen Gewürzen. Dann bedeckten sie ihn mit einer warmen Tortenplatte, damit er warm bleibe, bis man sich zu Tische begab.