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Niederländischer Eintopf
Deutschland, 16. Jhd.
- 750g Rindfleisch (Oberschale)
- 250g Kalbfleisch
- 750g Schweinefleisch (Schulter)
- 250g Hammel- oder Lammfleisch
- 500g Karotten
- 500g Pastinaken
- 125g Frühstücksspeck, vorgebraten
- ½ Tasse grüne Kräuter (Petersil, Salbei...)
- 3-4 Knoblauchzehen, zerdrückt
- 1 Semmel
- ¾-1l Rinderbrühe
- 1 TL schwarze Pfefferkörner (ganz)
- 1 TL Muskat, frisch gerieben
- Safran nach Geschmack und Geldbeutel
- 2 Zweige Rosmarin (ganz)
- Salz nach Geschmack
- Fleisch in gleichgroße Stücke schneiden, dabei jede Fleischsorte getrennt halten
- Rindfleisch mit Wasser bedecken und 30 min kochen
- Selbiges mit dem Hammel- bzw. Lammfleisch
- Inzwischen Karotten und Pastinaken säubern, schälen und in gleichgroße Stücke schneiden
- Speck mit den Kräutern (nicht dem Rosmarin!) mischen und fein hacken
- Semmel in etwas Rinderbrühe einweichen und zerzupfen
- In einen Topf das Fleisch, getrennt nach Tieren, aufschichten, dazwischen immer eine Lage Karotten und Pastinaken
- Alles andere dazugeben, mit Rinderbrühe bedecken, auf sehr kleiner Hitze mehrere Stunden simmern lassen
- Rosmarin vor dem Servieren entfernen
Hu:edtspudt zu zurichten/ mit aller Zugeho:erung
I. Nim{m} Rindfleisch/ das halb gesotten ist/ vnd heb die Bru:eh davon auff.
2. Nim{m} Kalbfleisch/ vnd quells wol/ vnd sa:eubers ausz.
3. Schweinenfleisch.
4. Castraun oder Hammelfleisch/ lasz halb eynsieden.
5. Quell gelbe Ruben/ schneidt sie grob.
6. Quell auch Pastenackwurtzel/ vnd schneidt sie voneinander.
7. Nim{m} ein Fischkessel/ der vberzindt ist/ vnd leg es in den Kessel sauber nacheinander/ die gelb Ruben vnnd Pasternack zwischen eyn. Nim{m} gesotten feitzten Speck/ hack jn mit gru:enen wolschmeckenden Kra:utern/ auch Weck/ der in einer Rindtfleischbru:eh geweicht/ vnd wenn er klein gehackt/ so thu es vber das Fleisch/ seig ein gute Rindtfleischbru:eh daru:eber/ schneidt/ Knobloch klein/ thu gantzen Pfeffer vnd Muscatenblu:et daru:eber/ gelbs/ vndd pfeffers mit gestossenem Pfeffer/ lasz miteinander sieden/ so wirt es gut vnnd wolgeschmack. Vnd diese Speisz nennet man auff Niderlendisch Hudspudt. Du magst auch wol ein Sta:euchlein oder zwey Rosemarein darein thun/ dasz ein lieblichen geschmack gibt/ wenns auffgesotten hat/ so thut man die Rosemarein wieder herausz/ so wirt es gut vnd wolgeschmack.
Marx Rumpoldt, Ein New Kochbuch, Mainz 1581