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Schmalzteig für Pasteten

Deutschland, 16. Jhd.

Für 1 Springform von 26cm Ø oder 1 Kastenform oder 1 Huhn

Tip: Schmalz hat den Vorteil, daß der Teig beim Backen nicht dunkel wird, und ist daher für alle Pasteten vorzuziehen, die länger backen müssen.

Wie man die Pastetenformen machen soll

Nimm zur Hälfte schönes Mehl und zur Hälfte Nachmehl [schönes Mehl ist gereinigtes (Weizen-)Mehl ohne jegliche Rückstände von der Spelze, Nachmehl ist das zweite Mehl; man kann dafür Vollkornmehl nehmen], schlag zwei Eier da hinein und gib ausgelassenes Fett hinein, ungefähr so groß wie ein Ei, und heißes Wasser. Oder laß das Fett im Wasser kochen, und wenn es ein wenig abgekühlt ist, so gieß es zu dem Mehl, und knete ihn [den Teig] gut durch, daß er trocken und zäh werde; er lät sich sonst nicht [am Rand] hochstellen. Und wenn er annähernd genug hat, so rupfe ich ihn, so wird er gut.

Kochbuch der Philippine Welserin, um 1550, aus: Ehlert, Kochbuch