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Gefärbte Brathühner

Deutschland, 16. Jhd.

20 Portionen

Ain eſſen von besonderen farben

Jtem ain eſſen, das ain ýedes ain beſondere farb hat, machs alſo, brat hiener an ainem ſpiſz vnnd ſteck die nit nachet zúſamen/ vnnd wan ſý bratten ſeind, mach ſechs farben, die weiſz mach allſo/ nim das weiſz von airen, thú ain wenig mell darein, mach ain tinnen taig/ jtem braún mach alſo, nim weixlenlackwerin vnnd mach mit airen vnnd mell an ain braúnen taig/ das gelb mach alſo, nim den totteren von oren, ain wenig ſchen mel, ſafferan/ vnnd .3. oder 4 air, daraús mach ain taig, gren mach allſo, nim peterſillin, ſtreich das dúrch ain túch mit airen, thú ain wenig mell darzú/ mach ain taig, ſchwartz, nim mell vnnd air, mach ain taig daraús, thú geſtoſſen negellen darein, die jber nacht jn aúfgeſchlagen airen gewaicht haben/ darein thú gnúg, so wirt es gút ſchwartz, ſo dú die fúnff farb alſo gemacht hast, so begeúſz ain ýedlichs hún mit ſeiner farb vnnd hab acht, das dú jm nit haiſz thieeſt/ vnnd ſo es alſo daran trúcken wirt, ſo zeúch die hiener herab/ vnnd legs neben ain ander prattes aúf ein ſchissel.

Kochbuch der Sabina Welserin (3), 1553; Cynaguan Culinary Guild, SCA