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Gans im Teigmantel

Deutschland, 16. Jhd.

6 Personen (Hauptgericht)

Dazu passen Böhmische Erbsen oder Blaukraut und Weichselkirschensoße II.

Willst du eine Gänse-Pastete machen, so mach die Gans völlig sauber, überbrüh sie gut mit Wasser, danach nimm sie aus und drück sie in der Mitte gut in die Breite. Danach nimm das Gewürz, wie es zuvor für die Kapaunen-Pastete steht, und bestreu sie damit gründlich, und salz sie danach gut. Nimm Zitronen und Birnen und Speck und Kümmel, rühr das gut durcheinander, es muß auch ein wenig kleingehackt sein, nicht viel, nur die Birnen und der Speck. Und füll die Gans damit, und leg um die Gans, was übrig bleibt von dieser Füllung. Und spick vorher die Gans gut und leg breite Speckschnitze um die Füße und die Flügel. Und mach einen Teig wie für die Wildbretpastete, und schlag die Gans da hinein, von allen vier Seiten wie eine Gans. Und leg sie in eine Tortenform und laß sie backen.

Kochbuch der Philippine Welserin (78), um 1550, aus: Ehlert, Kochbuch