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Käseküchlein

Deutschland, 16. Jhd.

~26 Stück in Fleischklößchengröße

Die Käseküchlein schmecken am besten frisch, können aber auch für kurze Zeit in einer luftdicht verschlossenen Blechdose gelagert werden. Dabei wird allerdings die äußere Schicht, die anfangs kroß ist, wieder weich.

Wiltú kesßkiechlen bachen

So reib ain gar gúten kesß barmisan, thú ain geriben semelbrot darein, bis er gar tick wirt, darnach schlag air darain, bis es ain feins taiglin wirt, darnach mach rúnde kigellen wie die briete kiechlen jn derselben gressin vnd lasß langsam bachen, so send sý gemacht.

Willst du Käseküchlein machen, dann reibe einen besonders guten Parmesankäse und tu geriebenes Weißbrot daran, bis es sehr dick wird. Danach schlag Eier hinein, bis es ein schöner Teig wird. Danach mach runde Kügelchen in derselben Größe wie die gebrühten Küchlein und laß sie langsam backen. Dann sind sie fertig.

Kochbuch der Sabina Welserin (96), 1553, aus: Ehlert, Kochbuch