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Wildpastete I

Deutschland, 16. Jhd.

4 Personen

Eine heiße Wildbretpastete von Hirsch- oder Rehfleisch

Wenn die Pastete aus Roggenmehl ist, so nimm das Wildbret und überbrüh es kurz; schneid zwei Schnitze hinein, wasch es drei- oder viermal mit frischem Wasser. Und nimm Ochsenfleisch, hack es sehr fein und gib ein wenig Speck darunter und eine Handvoll Majoran. Salz es und würz es mit Ingwer, Pfeffer und anderem Gewürz, bespreng es ein wenig mit Essig. Achte darauf, daß sich kein Knochen in die Pastete verirrt. Du kannst auch gut Limonen dazu nehmen. Und laß es drei Stunden backen. Servier es warm.

Kochbuch von Balthasar Staindl (14), 1544, aus: Ehlert, Kochbuch

Wildpastete II

4-6 Portionen; als Vorspeise 10 Portionen

Wildbredtbastette

Aus: Fahrenkamp, Mannsbild

Wildpastete III

England, 15. Jhd

Das Rezept ist eine Mischung aus dem Orginalrezept und dem Rezept für Schweinefleischpastete, da die Pastete sonst zu trocken wäre.

.xix. Venyson Y-bake.

Take hoghes of Venyson, & parboyle hem in fayre Water an Salt; & whan že Fleyssche is fayre y-boylid, make fayre past, & cast žin Venyson žer-on: & caste a-boue an be-neže, pouder Pepir, Gyngere, & Salt, & žan sette it on že ouyn, & lat bake, & serue forth.

Harleian MS. 279; Thomas Austin, Two Fifteenth-Century Cookery-Books; Gode Cookery