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Kalbsleberpastete

Deutschland, 15. Jhd.

4 Personen

Wenn man, wie im Originalrezept beschrieben, eine relativ feste Leberfarce machen wollte, um sie am Ende am Spieß zu grillen, müßte man sehr viel mehr Mehl und/oder Weißbrot hinzufügen. Ich ziehe es daher vor, die Leberfarce in einer Pastetenform im Wasserbad zu garen.

Willst du eine gute Pastete machen, so nimm eine Kalbsleber oder von einem Bock und koch sie auf einem Rost mäßig auf. Schneide sie recht klein. Stoß sie in einem Mörser ganz klein. Nimm ein wenig Honig und Kräuter. Nimm Rosinen und zwei Eier. Vermisch das damit und forme das zusammen zu einem Stück. Leg das in einen Topf oder in ein Gefäß und rühr es oft um und laß es backen. Dann steck es an einen Spieß und beträufel es gründlich mit etwas Speck. Bespreng es mit Honig und mit Kräutern und laß es gar braten. Das heißt Pastetenleber.

Niederdeutsches Kochbuch (19), um 1500; aus: Ehlert, Kochbuch