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Rinderrouladen I

Frankreich, 14. Jhd.

Bemerkung: Im Gegensatz zu den heutigen Rouladen, die in der Pfanne zubereitet werden, haben wir herausgefunden, lohnt es sich dem o.a. Rezept auch in der Zubereitung zu folgen. Durch das Grillen auf dem Rost wird ein Fettbad verhindert und die Rouladen bleiben saftig. Statt mit Zahnstochern oder Rouladennadeln gesteckt, können die Rouladen auch mit festem Leinenzwirn geschnürt werden, dann halten sie besser.

Eine alternative Füllung

Pro Roulade

Alloyaux de beuf

Faictes lesches de la char du trumel, et enveloppez dedans mouelle et gresse de beuf: puis embrochiez, rostissiez et mengiez au sel.

Rinderrouladen

Schneidet feine Scheiben von der Hesse des Rindes und rollt in sie ein wenig Mark und Fett vom Rind ein. Spießt sie auf, bratet sie und eßt sie mit Salz.

Menagier de Paris, 1395, aus: Redon, Kochkunst

Rinderrouladen II

England, 15. Jhd.

Alows de Beef or de Mouton

Take fayre Bef of the quyschons, & mouton of the bottes, & kytte in the manner of Stekys; than take raw Percely, and Oynyonys smal y-scredee, and yolkys of Eyroun sothe hard, and Marow or swette, and hew alle thes to-geder smal; than caste ther-on poudre of Gyngere and Saffroun tolle hem to-gederys with thin hond, and lay hem on the stekys al a-brode; and caste Salt ther-to; then rolle togederys, and put hem on a round spete, and roste hem til they ben y-now; than lay hem in a dysshe, and pore ther-on Vynegre and a lityl verious, and pouder Pepir ther-on y-now, and Gyngere, and Canelle, and a fewe yolkys of hard Eyroun.

Two Fifteenth-century Cookery Books; Maxime de la Falaise, Seven Centuries of English Cooking