Ich muß diesem Rezept vorrausschicken, das ich meinen Testessern ersteinmal verschwiegen habe was denn da an Zutaten in der Soße ist. Bei dem Wort "Hühnerleber" wäre sicherlich die Hälfte der Truppe schreiend davon gelaufen...*g*
Die Leber gab sich leider erst etwas widerspenstig. Ich wollte ja vermeiden, daß meine Leberhasser Grund zur Beschwerde haben--> somit habe ich die zu groß gebliebenen Stückchen durch einen durchlöcherten Holzlöffel gestrichen. Zu Hause tut es sicher auch ein Sieb :o). Ferner ist dies auch das erste Rezept, das die Köchin daselbst nicht mag. Und nicht wegen der Leber (da bin ich so ziemlich die einzige die sie mag), nein mir war die Soße zu "fischig"! Schätze das lag am Fischfond...Der Rest der Truppe war aber doch sehr angetan von dem Gericht, trotz der Leber (ich hab es dann gebeichtet). Der Fisch, der in der Soße baden durfte, war in unserem Fall ein Rotbarsch. Dazu Brot.
Eine Forelle oder einen Lachs oder eine Renke mach folgendermaßen in einer süßen Soße mit Fischleber und geriebenem Lebkuchen oder mit Pfefferbrot oder mit angeschwitztem Mehl, wie es zuvor beschrieben ist. Tu Mandelkerne und beide Arten von Weinbeeren und Feigen hinein und richte das, wenn es kalt ist, auf Fisch an oder leg die Fische hinein.
Alemannisches Büchlein von guter Speise (48), Anf. 15. Jhd, aus: Ehlert, Kochbuch