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Kirschsuppe
Deutschland, 16. Jhd.
4 Personen
- 500g Kirschen
- 150-200g Zucker
- ½l Weißwein
- 50g Reisstärke
- 4 Scheiben Weißbrot (Toastbrot)
- 50g Butter
- Zimt und Zucker zum Bestreuen
- Kirschen waschen, entstielen und entsteinen, mit Weißwein und Zucker in einen Topf geben und in ~10 min bei schwacher Hitze garen
- Das Reismehl in etwas Wasser verrühren, unter ständigem Rühren in die Suppe geben und sie damit etwas binden
- Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen lassen und das Toastbrot darin von beiden Seiten anbraten
- Die Scheiben auf je einen Teller legen und mit der Kirschsuppe begießen
- Nach Geschmack mit Zucker und Zimt bestreuen
- Wenn man Kirschen aus dem Glas nimmt, braucht man sie nur mit etwas Wein und etwas von ihrem Saft aufzukochen und mit dem Reismehl zu binden; danach verfährt man weiter wie oben
Die Kirschsuppenrezepte von Frantz de Rontzier (1598) lassen noch erkennen, daß das Wort Suppe im 15. und 16. Jhd. häufig eine Brotschnitte in Brühe oder mit Brühe übergossene Semmeln bezeichnete.
(1) Man bricht die Kirschen von den Stielen, bringt sie mit Wein zum Feuer, schmeckt sie ab mit Zucker. Weißbrot in Butter gebraten und mit den Kirschen übergossen, bestreut sie mit Zucker und Zimt
(2) Man brät Kirschen ohne Stein in Butter, schmeckt sie ab mit Zucker, Zimt und Wein, gibt sie über geröstetes Brot. Wenn man sie zu Tisch geben will, bestreut man sie mit Zucker und Zimt.
Frantz de Rontzier: Kunstbuch von mancherley Essen (16, I, 1 u. 3), 1598, zit. in: Ehlert, Kochbuch