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Hechtsuppe

Deutschland, 16. Jhd.

4 Personen

(191) Ain hecht zú machen jn ainer vnngerischen brie

Nempt den hecht vnnd schint jn/ vnnd macht jn zú stúcken, nempt ain gúten wein, schneit epffel fein klain, lasts darin sieden ain halbe fiertelstúnd, alsdan legt den hecht darein/ vnnd last jn darinnen sieden vnnd gewirtzt jn/ thiet ain acht lemonin darein vnnd ain wenig ain scharpfen essich vnnd gilbt jn/ vnnd land jn sieden, bis er gnúg gesotten jst.

Nehmt den Hecht und zieht ihm die Haut ab und zerteilt ihn in Stücke. Nehmt guten Wein, schneidet Äpfel recht klein und laßt sie eine halbe Viertelstunde darin kochen, sodann legt den Hecht hinein und laßt ihn darin ziehen und würzt ihn. Tut etwa acht Zitronen hinein und etwas scharfen Essig und färbt ihn gelb. Und laßt ihn ziehen, bis er gar ist.

Kochbuch der Sabina Welserin (191), um 1553, aus: Ehlert, Kochbuch