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Gemsenkeule
Deutschland, 16. Jhd.
6 Portionen
- 1 Gemsenkeule (~1½kg)
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Zwiebel
- ¼l Rotwein
- 100g frischer Speck in dünnen Scheiben
- 1 EL Butter
- 1 Zwiebel
- 1 Petersilwurzel
- 1 Karotte
- ⅛ Sellerieknolle
- 3-4 schwarze Pfefferkörner
- 3 Wachholderbeeren
- Salz, Pfeffer
- evtl 2-3 Knoblauchzehen
- 2 EL Preiselbeeren
- falls möglich 1 kleiner ungespritzter frischer Tannenzweig
- Aus Rotwein, der in Scheiben geschnittenen Zwiebel und einer zerdrückten Knoblauchzehe eine Marinade bereiten
- Hautreste und Flechsen der Keule sauber entfernen und mit der zweiten, in dünne Stifte geschnittenen Knoblauchzehe spicken
- In die Beize legen, zudecken und 2 Tage durchziehen lassen, dabei des öfteren wenden
- Keule abtrocknen und mit dem Scpeck umwickeln
- In einer Bratenpfanne in der Butter auf milder Hitze von allen Seiten anbraten
- Zwiebel grob hacken, Gemüse putzen und kleinschneiden, Pfefferkörner und Wachholderbeeren zerstoßen und zusammen mit etwas Marinade um die Keule verteilen
- Im vorgeheizten Ofen bei 200°C (G: 3) ~60 min zugedeckt schmoren
- Deckel abnehmen, die Keule mit dem Schmorfond überschöpfen und weitere 30 min braten lassen, dabei immer wieder mit dem Bratenfond überschöpfen und evtl noch etwas Beize zugeben; nach Geschmack noch zwei halbierte Knoblauchzehen mitschmoren lassen
- Keule herausnehmen und zugedeckt im ausgeschalteten Ofen 10 min ruhen lassen
- Fond mit etwas Beize loskochen, salzen, mit den Preiselbeeren und evtl 1 TL feingehackter Tannennadeln abschmecken, noch einmal kurz aufkochen und binden lassen
- Fleisch vom Knochen lösen, in Scheiben schneiden, anrichten und mit der Soße übergießen
Schlegl von Gems
Aus dem Kochbuch der Philippine Welser, um 1550, aus: Fahrenkamp, Mannsbild